| 1. Ansitz 2009 |
| Gewässer bei Cottbus 30.03.2009 /
20.00Uhr bis 02.04.2009 / 9.00Uhr |
Nach langer Anlaufphase und einigermaßen gutem Wetter konnte ich zum ersten Mal in diesem Jahr ans Wasser. Ich wollte dort beginnen wo ich im letzten aufgehört hatte. Meinen Boiliemix hatte ich diesmal selbst kreiert und war gespannt ob dieser fangen würde. Was war noch neu bei dieser Sitzung? Ich hatte die Greys Prodigy 2,75 lbs mit am Wasser doch angelte erst einmal mit der Outcast. Und noch etwas neues funkelte von Sky Pod. Ich bin froh

mir noch einen Satz (3 Stück) Solar V10i + V10r + V10 ersteigert zu haben. Nach dem scharfmachen der Ruten ging ich erst mal zur Nachtruhe über. Um 5.05Uhr des nächsten Tages war die Nachtruhe je unterbrochen. Mein V10 Receiver meldete mir einen Biss. Ich war sehr schnell draußen und nahm an. Kampfstark trat der Karpfen an, konnte aber wegen fehlender Masse schnell gekeschert werden. Ein Schuppi mit 5kg bei 63cm lag auf der

Matte und ging nach einem Foto zurück ins nasse Element. Die Rute neu bestückt und ausgeworfen. Ich war nun wach und um 6.20Uhr der nächste Biss. Dieser Fisch machte noch mehr Sperenzien, doch nicht lange und auch er war im Kescher. 6kg brachte der 67cm lange Schuppi auf die Waage. Tagsüber herrschte dann totaler Lehrlauf. Kumpel Frank meldete sich für den nächsten Tag an um es einmal auf Hecht zu probieren. Gegen Abend bestückte ich die Ruten neu. Um 22.45Uhr der nächste Schuppi. Leider nur 4,2kg bei 63cm. Quasi ein kleiner Hunger- kaken. Nach erneutem auswerfen zog ich mich ins Groundhog zurück. Die gesamte Nacht hatte ich keine Aktivitäten zu verzeichnen. Als ich morgens aus dem Zelt stieg, staute ich über die vielen Posen die im Sonnenlicht funkelten. Vier Hechtangler auf einer Spitze des Sees hatte diese fein säuberlich verteilt. Es war der 1.April, Auftakttag der Hechtsaison 2009. Ich indes beschloss eine Rute mit Frolic zu bestücken um am Tage wenigstens keinen Lehrlauf mehr zu haben. Das Ergebnis war eine 2kg (ca. 50cm) schwere Bleie die ich 9.30Uhr landen konnte. Ich baute um, sodass die Greys Ruten jetzt am Start waren. Bevor Frank zu mir auf die Stelle kam fuhr er zuerst nach dem Senken der Köderfische, bei den Hechtanglern vorbei. Er war der Meinung, dass er noch wüsste wo zwei größere Hechte stehen. Die Hechtangler belächelten das und einer meinte sogar, „Du fängst doch eh keinen!“. So kam Frank zu mir, der in Fachkreisen als „Graserpapst“ betitelt wird. Er bestückte seine erste Rute mit einem durch gefädelten Köderfisch am Zwillingshaken. Es war bereits 9.30Uhr. Rechts neben mir warf er aus, weil dort einer stehen sollte. Nur 3 Minuten später, Frank wollte seine zweite Rute startklar machen, war die Pose der ersten nicht mehr zu sehen. Frank nahm die Rute in die Hand doch die Sehne lief nicht. Er sagte, „Bestimmt ein Zander oder ein besserer Hecht“. Nach dem Anhieb war klar, ein besserer Hecht. Nach einem relativ kurzen Drill konnte er gekeschert werden. Ich musste lachen denn der „Graserpapst“ hatte einen 82cm langen Hecht gefangen. Sehr schön

gezeichnet und die Waage verriet uns das dieser 3,47kg wog. Nach einem Pfiff und mit hochgehaltenem Hecht in Richtung Spitze der Hechtfraktion, liefen diese zusammen. Ich musste immer wieder lachen, weil ich wusste, dass diese nur zwei Hechte gefangen hatten die 55 und 58cm lang waren. Frank wechselte die Seite, also nach links. Dort hatte ich immer wieder einen raubenden Hecht beobachtet. Die Zeit verging. Ein Polizist wurde dann um 11.30Uhr Zeuge, als ich einen Run bekam. Es was der kleinste meiner Session. Schuppi, 57cm, 3,8kg, konnte ich anschließend im Fangbuch vermerken. Der Polizist staunte. Er wurde gerufen, weil ich angeblich mit meinem Auto eine Zufahrt vom See blockierte. Ich verneinte das und die Welt war wieder in Ordnung. Doch dann der Knaller. Franks Hechtpose war wieder verschwunden, die Sehne lief. 5 Minuten später der Anhieb. Unglaublich wieder ein guter. Nach dem Keschern lachte ich wieder. „Bloß gut, dass das die Hechtangler nicht sehen“, sagte ich, denn die waren wahrscheinlich schon zu Hause, weil sie gegen 11Uhr ihre „Geigen“ eingepackt hatten. Der 87cm lange und 4,3kg schwere Hecht lag nun auf der Matte. Wir drei standen nun da und staunten über diesen

wunderschönen Hecht. Ich hätte diesen bestimmt zurückgesetzt, aber Frank entschied sich anders. Nach ein paar Fotos war der Polizist wieder weg. Frank verschwand nach diesem wunderbaren Tag auch irgendwann, so das ich mich wieder voll und ganz den Karpfen widmen konnte. Doch es geschah nichts mehr. So musste ich leider um 9.00Uhr am nächsten Tag einpacken, weil ich schon um 12.30Uhr auf Arbeit sein musste. Es war ein sehr schöner Ansitz, ärgerte mich nur, dass ich mit den Greys Ruten nicht von Anfang an geangelt hatte. Ich beschloss diese bei der nächsten Session gleich zu favorisieren.