| 1. Ansitz 2010 |
| Senftenberger See 22.05.10 / 23.00 Uhr bis 24.05.2010 / 12.30 Uhr |
Frank, auch unter dem Namen "Praserpapst" bekannt, weilte schon geraume Zeit am Senftenberger See. Er hatte schon ein Jahr zuvor versucht, einige der schönen Seekarpfen zu haken. Doch leider hatte er im November kein Glück mehr. Diesmal war alles anders. Fast jeden Tag kamen Fangmeldungen von ihm. Ich besuchte ihn so oft wie möglich und es meine eng bemessene Zeit zuließ, um die von ihm gefangenen Karpfen abzulichten. Diese Fische veröffentliche ich in der "Galerie 2010". Sein Ziel war es, Spiegler, Schuppis und natürlich Graser zu fangen. Doch er fing "nur" Spiegler bis 15kg. Bei


meinen soeben gefangenen Fisch. „Das gib es ja nicht!“, sprach Frank und in mir stiegen die Fragezeichen auf. Was meint er? Frank gab mir zu verstehen, dass es der Spiegler sei, den er zuletzt, zweimal gehakt hatte. Ein Tripple!! Ein Hattrick!! Ein Fisch dreimal hinter einander gefangen! Ich hatte zuvor schon vieles gehört, dass aber noch nicht. Ich setzte ihn wieder zurück und wir lachten noch eine Weile über diesen „Stellen-Putzer-Fisch“. Rute wieder ins Zielgebiet und abwarten. Um 12 Uhr wieder eine Aktion meiner linken Rute, der Mittagsfisch fiel auf mich. Als ich diesem Fisch entgegen fuhr merkte ich plötzlich, dass er sich im Holz festgefahren hatte. Nach mehreren Versuchen ihn wieder frei zu bekommen musste ich an der Schlagschnur Hand anlegen. Diese Riss und ich konnte bloß noch meine Unterwasserpose retten. Es regnete schon und ich machte mich wieder ins schützende Zelt. Dann fing es richtig an zu schiffen. Mit der Gewissheit einpacken zu müssen wurde mir schon schwarz vor Augen. „Das Zeug bekomme ich doch niemals trocken ins Auto“, dachte ich mir so. Die Angelstelle hatte sich durch den starken Regen und unseren Aktivitäten in ein Schlammbad verwandelt. Marcel hatte als erster zusammengepackt und die Stelle verlassen. Ich war der zweite im Bunde. Jetzt blieb nur noch Frank zurück der aber auch sein Angelmaterial verstaute. Mit zwei Taschen in der Hand glitt dieser im Schlamm aus. Nach einer halben Körperdrehung und dem wegschleudern der Taschen stürzte er und knallte mit dem Hinterkopf auf seinen Trolly! Glück im Unglück, dass er sich außer einer Platzwunde nichts weiter getan hat. Wäre er mit dem Hals aufgeschlagen hätte er sich bestimmt das Genick gebrochen. Aber noch mal gut gegangen.
Für mich ging ein Ansitz zu Ende bei dem ich wieder volles Vertrauen in meine Köder gefunden habe. Mit meinem erscheinen liefen bloß noch meine Boilies, aus welchem Grund auch immer. Aber das gibt Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison 2010!

Gesprächen mit ihm machte ich deutlich, dass ich auch Interesse hätte endlich wieder fischen zu gehen. Das Wunder geschah. Nach 20 Jahren hatte ich zum ersten Mal zu den Pfingstfeiertagen frei! Und so war der Weg frei für einen ersten gemeinsamen Ansitz 2010. Ich stellte bei Nacht und Nebel schnell mal 2 Mixe her. Von jedem ein Kilo um diese zu testen. Ich suchte meine 7 Sachen zusammen und erschien am Samstag Vormittag an seiner Angelstelle, um aufzubauen. Frank fing den allgemeinen Mittagskarpfen. „Den hatte ich schon!“, meinte er. Nach dem Vergleich der Bilder wurde klar, er hatte Recht. Der zu letzt von ihm gefangene Karpfen wog 11kg bei 84cm Länge. Es war der gleiche Spiegler und hatte innerhalb von 24h noch mal den Köder verputzt. Doppeltfänge kommen nicht sehr häufig vor. Gegen 16Uhr war ich fertig mit aufbauen. Leider musste ich abends noch mal auf Arbeit und brachte deshalb meine Ruten nicht raus, sondern fütterte diese nur vor. Zu meiner Verwunderung musste ich geschockt feststellen, dass ein Mix mir nicht gelungen war. So viele "Popis" habe ich auf einen Haufen noch nicht gesehen. Also mussten rund 1,4kg Boilies über die Feiertage reichen. Frank saß nun in der Mitte, ich links und Marcel, der ebenfalls Samstags anrückte, rechts neben Frank. Ich bin zwar kein Freund von mehr als zwei Anglern auf einer Stelle, aber zum Saison Auftakt sollte es schon mal gehen. Um 23.00Uhr konnte ich nun endlich, von Arbeit kommend, meine erste Rute platzieren. Nachdem ich meine zweite in Stellung gebracht hatte, konnte ich mich nun auf meinem Stuhl sitzend, bequem machen. Nach 2 Nächten mit nicht einmal 5 Stunden Schlaf, hatte mir ganz schön zugesetzt. Und obwohl ich Sau müde war, quatschten wir drei noch rund eine Stunde miteinander, bevor wir in der Koje verschwanden. Am darauf folgenden Tag stellten wir fest, dass keiner von uns nachts einen Run hatte. Gegen 14 Uhr begann ich meine zwei ausgelegten Ruten zu kontrollieren. Bei der besser liegenden Rute stellte ich mit entsetzten fest, dass sich der Haken um das Vorfach gelegt hatte. Es konnte da nichts haken. Ich legte diese mit besonderer Vorsicht wieder aus. Am Tage lief nun nichts mehr und wir warteten nun auf die letzte Nacht. Um 3.15Uhr wurde die Stille der Nacht, durch das hohe Pipsen meines linken Bissanzeigers je unterbrochen. Ich nahm an und noch taumelnd, verlor ich diesen Fisch aus heiterem Himmel. Ich stand noch eine Weile neben meinem Pod und dachte mir nur, „Mist!“. Warum dieser Aussteiger? Den Haken der Größe 4 tauschte ich gegen einen sechser, den ich mehr vertrauen schenke, aus. Ich war froh als ich wieder auf der Liege lag. Um 8.45Uhr wiederholte sich der Vorgang der Nacht. Die linke Rute. Ich setzte den Anhieb. Der Fisch ist gehakt. Ich setzte den Drill im Boot fort, damit ich nicht noch mal einen Aussteiger riskiere. Als ich über dem Karpfen auftauche, kämpft der mit kurzen kräftigen Fluchten. Nach 10 Minuten lag der Spiegler in meinem Kescher. Zurück am Ufer begutachtete Frank

meinen soeben gefangenen Fisch. „Das gib es ja nicht!“, sprach Frank und in mir stiegen die Fragezeichen auf. Was meint er? Frank gab mir zu verstehen, dass es der Spiegler sei, den er zuletzt, zweimal gehakt hatte. Ein Tripple!! Ein Hattrick!! Ein Fisch dreimal hinter einander gefangen! Ich hatte zuvor schon vieles gehört, dass aber noch nicht. Ich setzte ihn wieder zurück und wir lachten noch eine Weile über diesen „Stellen-Putzer-Fisch“. Rute wieder ins Zielgebiet und abwarten. Um 12 Uhr wieder eine Aktion meiner linken Rute, der Mittagsfisch fiel auf mich. Als ich diesem Fisch entgegen fuhr merkte ich plötzlich, dass er sich im Holz festgefahren hatte. Nach mehreren Versuchen ihn wieder frei zu bekommen musste ich an der Schlagschnur Hand anlegen. Diese Riss und ich konnte bloß noch meine Unterwasserpose retten. Es regnete schon und ich machte mich wieder ins schützende Zelt. Dann fing es richtig an zu schiffen. Mit der Gewissheit einpacken zu müssen wurde mir schon schwarz vor Augen. „Das Zeug bekomme ich doch niemals trocken ins Auto“, dachte ich mir so. Die Angelstelle hatte sich durch den starken Regen und unseren Aktivitäten in ein Schlammbad verwandelt. Marcel hatte als erster zusammengepackt und die Stelle verlassen. Ich war der zweite im Bunde. Jetzt blieb nur noch Frank zurück der aber auch sein Angelmaterial verstaute. Mit zwei Taschen in der Hand glitt dieser im Schlamm aus. Nach einer halben Körperdrehung und dem wegschleudern der Taschen stürzte er und knallte mit dem Hinterkopf auf seinen Trolly! Glück im Unglück, dass er sich außer einer Platzwunde nichts weiter getan hat. Wäre er mit dem Hals aufgeschlagen hätte er sich bestimmt das Genick gebrochen. Aber noch mal gut gegangen.
Für mich ging ein Ansitz zu Ende bei dem ich wieder volles Vertrauen in meine Köder gefunden habe. Mit meinem erscheinen liefen bloß noch meine Boilies, aus welchem Grund auch immer. Aber das gibt Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison 2010!
Bilder folgen!
Euer Köcki