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Waldsee 09.10.2008 / 21.30 Uhr bis 12.10.2008 / 7.00 Uhr
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Gleich nach Arbeitsschluss schnell nach Hause. Das Boot aufgeblasen und aufs Autodach gezurrt. Die Angelausrüstung im Wagen verstaut, schnell noch ein Happen, Luke zu und ab ans Wasser. Doch als ich im halb dunkeln am Gewässer ankomme sehe ich schon von weitem eine bemannte Nussschale auf dem Wasser. Diese konnte ich keinem zuordnen, musste aber schon damit rechnen, dass meine favorisierte Angelstelle besetzt sein würde. So war es dann auch. Kumpel Nico saß schon ein paar Stunden. Ich wollte ihn eigentlich schon vor meinem Ansitz über mein kommen informieren. Doch hatte ich es aus irgendeinem Grund vergessen. Nico hatte bis dahin noch keinen Biss. Ich musste nun Plan B realisieren. Rein ins Auto und ab in den Wald ans andere Ende des Sees. Dort angekommen, begann ich mit dem scharfmachen der Ruten und dem wässern des Bootes. Die Gewässer Oberflächentemperatur betrug 11,7 Grad. Um 21.45 Uhr waren diese Arbeiten abgeschlossen und ich konnte mit dem Aufbau des Zeltes beginnen. Dieser wurde um 22 Uhr durch einen Fallbiss kurz unterbrochen. An dem Haken meiner linken Rute hing, wie konnte es dieses Jahr anders sein, eine fette Bleie von ca. 2kg. Ich baute nach dem zurücksetzen weiter. Als ich dieses beendet hatte versuchte ich einige Mützen Schlaf nachzuholen. Dieser wurde dann am nächsten Tag um 7.30 Uhr je unterbrochen. Mein mittelster Springer zeigte einen Fallbiss an. Natürlich war das wieder eine Bleie von ca. 2,5 kg. Die linke und rechte Rute wurde von mir neu bestückt und wieder neu ausgelegt. Der Tag begann sehr
 nebelig, es lichtete sich dann aber mit der Zeit und die Sonne zeigte sich am Nachmittag. Mein Echolot zeigte mir eine Wassertemperatur von 12,7 Grad. Gegen 18 Uhr kam Nico mit seiner Nussschale zu mir gefahren und berichtete von seinen Bissen. Er hatte eine Bleie gefangen. Einen Karpfenbiss hatte er auch (dachte er). Er nahm ihn an, sprang ins Boot, drehte am Gashahn seines Minn Kota. Nach ca. 60 Metern wurde die Fahrt je unterbrochen. Eine bis unter die Wasseroberfläche reichende Krone eines im Wasser stehenden Baums stoppte das Boot, weil sich der Schaft des Motors darin verfangen hatte, von 100 auf 0. Dabei hat er dann gleich mal die Wassertemperatur gemessen. Unfreiwillig, versteht sich. Nach seiner Meinung gefragt, antwortete er nur: „Das Wasser ist sehr, sehr kalt!“. Ohne es selber testen zu wollen stimmte ich zu. Natürlich mit einem leichtem Schmunzeln im Gesicht. Die Geschichte fand aber noch ein gutes Ende. Noch mit der Rute in der Hand klingte er geistesgegenwärtig einen Rutenring im nun immer noch fahrenden, Führerlosen Boot ein. So zog er sich heran um das Boot erst einmal stoppen zu können. Er kroch rein und setzte seinen Drill fort. Leider konnte er dann anstatt eines großen Karpfens nur eine Bleie landen. Nach diesem Plausch verschwand die Nussschale samt Nico aus meinem Blickfeld. Ich bestückte meine rechte Rute mit einem neuen Boilie und brachte sie zu einer Stelle die Nico zuvor befischt hatte. Dann zog ich mich ins Groundhog zurück und schlief, immer noch lächelnd, ein. Um 5.30 Uhr wurde ich durch einen piep wach. Der erste Blick ging zu meinen Delkims. Von dort kam es aber nicht. Ich stand aber auf. Nur 15 Minuten später, wieder ein Fallbiss, auf meiner mittleren Rute. Wie konnte es anders sein, Bleie. Auch diesmal über 2 kg schwer. Ich erneuerte den Köder und brachte die Rute wieder raus. Danach ging ich noch mal für ein paar Stunden Schlaf nehmen. Gegen 11Uhr stand ich auf und dachte gerade darüber nach was es zum Mittag geben würde. als sich ein Auto mit Gulaschkanone über den Waldweg kämpfte. 100 Meter von mir entfernt hielt es an und ich ging zur sofortigen Nahrungssuche über. Ein Mann und eine Frau stiegen nach meinem Auftauchen aus dem Wagen und fragten mich gleich ob ich was mit der Fuchsjagd zu tun hätte und von der Jagdgesellschaft wäre. Ich verneinte dies und fragte was es denn zu essen gäbe. „Erbseneintopf mit Bockwurst“, antwortete der Mann. Ich fragte ihn, ob er eine Portion verkaufen kann. Doch leider wollte er mir nichts Gutes tun und meinte nur, dass alles bestellt ist. Ich zog mich zurück. Immer noch fragend, wie man es merkt, wenn aus einer Gulaschkanone eine Portion fehlt. Ich machte mir gerade eine Büchse warm, als mich ein Kumpel Frank anrief und fragte was er auf dem Weg zu mir mitbringen könne. Ich war auf Döner, als er dann kam gab es Chinesisch weil es kein „türkisch Dönertier“ gab. Inzwischen kam
 auch die Gesellschaft am Wasser an und begann auch mit ihrer Mittagspause. Der Fuchs (weiblich, schwarzhaarig, tolle Figur, Fuchsschwanz am Pulli) kam mit ihrer Freundin doch tatsächlich an meinem Zelt vorbei. Ich hatte mich schon gefragt, denn eine richtige Fuchsjagd ist in Deutschland wohl verboten. Scherzhaft bemerkte ich: „Einen Fuchs trägt man doch eigentlich auf den Schultern!“. Als die zwei wieder zu ihren Pferden gingen waren wir immer noch dabei die
 Chinapfanne zu leeren. Mit Frank redete ich glaube 5 Stunden und zum Ende zeigte ich ihm noch in paar verheißungsvolle Stellen am Gewässer vom Boot aus. Dabei stellte ich fast, dass Nico schon abgebaut hatte, denn zwei neue Angler hatten sich auf seiner Stelle breitgemacht. Nico hatte cleverer Weise seine Unfallstelle mit einer Boje markiert. Nach der Runde mit Frank fuhr er wieder nach Hause. Ich bekam kurz danach einen Anruf von meinem Meister. Er teilte mir mit, dass meine Kollegen am Sonntag schon um 9 Uhr anstatt 11.30Uhr anfangen wollen. Also wollte ich nicht fehlen und begann dadurch nach einer weiteren erfolglosen Nacht um 5.30 Uhr mit dem unbeliebten Abbau. Um 8 Uhr hatte ich alles im Auto und fuhr direkt zu „MC Doof“ um wenigstens gefrühstückt zu haben. Leider hatte ich nur drei Bleien gefangen, aber besser die als gar nichts.Euer Köcki
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