| 6. Ansitz 2008 |
| Waldsee 17.10.2008 / 19.30 Uhr bis 19.10.2008 / 17.00 Uhr |
Gleich nach meinem 5. Ansitz bot sich die Möglichkeit einen weiteren Ansitz fürs darauf kommende Wochenende zu planen. Also am Montag und Dienstag war ich mit Angeleinkäufen beschäftigt. Bei einem kurzen Halt am Waldsee, denn ich wieder auserkoren hatte stellte ich fast, dass mein Kumpel Frank schon am fischen war. Und zwar auf der Stelle die ich mir eigentlich für den 6. Ansitz ausgekuckt hatte. Frank wollte aber eh nur bis zum Freitag sitzen und ich konnte die Stelle quasi übernehmen. Am Mittwoch packte ich meine Starbaits Tasche die ich mir am Montag gekauft hatte. Am darauf folgenden Tag stellte ich noch ein paar Kilo frischer Boilies her. Frank fragte per SMS an ob wir gemeinsam sitzen wollen, also bis Sonntag. Ich stimmte zu, da ich viel zu oft den Weg ans Gewässer allein beschreiten muss. Gleich nach der Arbeit schob ich das Boot aufs Autodach und ab ging es. Es war zu diesem Zeitpunkt sehr windig und immer wieder kamen Schauer runter. Frank gab mir bescheid, dass er für mich die Stelle geräumt und nur 3 Meter daneben aufgebaut. Beim umsetzen des Zeltes ging ein Schauer runter und eine Rute ab. Sein erster Biss seit Montag! Den verlor er zwar, aber ich war mir eigentlich sicher das an diesem Wochenende noch was laufen würde. Ich beeilte mich um die Angelstelle zu erreichen, obwohl ich noch mal tanken musste und auch bei meinem nun vollen Auto noch ein paar Millibar in die Reifen pumpen musste. Der Weg zum Gewässer war nun schon sehr beschwerlich. In den Waldweg Mulden stand nun das Wasser randvoll. Ich erreichte die Angelstelle nur mit langsamer Fahrt. Dort stand schon Frank pudelnass und berichtete mir vom Monsunregen und Gewitter. Ich wollte so schnell wie möglich aufbauen, denn immer noch hingen fette Regenwolken am Himmel. In dieser Reinfolge baute ich auf: Boot, Schirmzelt, Rod Pod, Ruten. Es war schon komisch. Kaum war ich da regnete es nicht mehr. Ich brachte die Ruten raus und war gegen 20 Uhr voll Angel bereit. Noch ein paar Arbeiten im Zelt und ein kleiner zweistündiger Talk mit Frank und dann vielen die Augen zu. Als sie sich am nächste Morgen öffneten hörte ich, dass Frank schon wach war. Ich kann nicht einmal sagen wie viel Kaffee Frank schon weg hatte. Auf jeden Fall setzte er mir gleich mal einen Cappuccino für mich mit an. Beim trinken werteten wir die Nacht aus. Nichts ist gelaufen. Aber Frank hatte unter seiner Bodenplane noch einiges an Wasser zu stehen. Das kam dadurch, weil er jetzt mit seinem Zelt in einer kleinen Senke stand. Die Feuchtigkeit sammelte

sich genau dort. Den Vormittag musste er die Sachen trocknen die beim Umzug nass geworden waren. Bis in den Nachmittag waren wir im Gespräch und ich stellte dabei fest, dass Frank und ich eine Gemeinsamkeit haben. Das Basteln. Zwei seiner kreativen Einfälle durfte ich bewundern. Eine nachgebaute Echolottasche und einen einzigartigen Bivvytable. Am späten Nachmittag wurde er von seiner Freundin abgeholt und kam mit seinem Auto zurück. In der Zwischenzeit sammelte ich den Müll derer auf die hier vor uns gehaust haben müssen. Ein kompletter 120 Liter Müllsack wurde voll! Kurz vorm dunkel werden bestückten wir unsere Ruten mit neuen Ködern. Ich wurde aber das Gefühl nicht los, dass wir blanken würden. Nach einer weiteren Kaffee und Cappuccino Orgie zogen wir uns zur Nachtruhe in unsere Bivvys zurück. Am Morgen schaute ich als aller

erstes zu Frank herüber. Der war schon mitten beim abbauen, weil er zwischen 12 und 13Uhr schon zu Hause sein wollte. Wir kamen wieder ins plaudern und merkten nicht wie schnell die Zeit verging. Die letzte Nacht war für uns wieder erfolglos geblieben. Ich hatte ja noch Zeit, da ich erst am späten Nachmittag abrücken wollte. Frank beschleunigte seinen Abbau. Ich nahm mir ein paar Minuten und schaute mir das Zelt meines Nachbarn etwas genauer an. Der F-Richi

Tyro Mega Dome besticht durch seinen enormen Innenraum. Mit zwei geöffneten Fenstern (unterm Überwurf) können bei so manchen heißen Sommertag für Kühlung sorgen. Was mir nicht ganz so gefiel war die geringe Höhe beim betreten des Domes. Frank stört das nicht und so hat eben jeder so seine eigene Meinung zur Ausrüstung. Jedenfalls hatte Frank sein Tackle um dreiviertel eins im Auto verstaut und nach einem Händedruck sah ich ihn am Horizont eiligst verschwinden. Bis zum einpacken vertrieb ich mir die Zeit mit Pilze sammeln. Ich hatte keinen Biss nicht mal einen Mückenbiss. Ich packte ein und wieder mal als Looser. Positiv war nur, dass ich beim Müllsammeln 2 Pfandflaschen fand (16 Cent) und mit einer Mahlzeit nach Hause fuhr. Ich kam nur zur Erkenntnis, das ich im nächsten Jahr so einiges ändern muss um erfolgreich sein zu können.
Euer Köcki
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