| 8. Ansitz 2008 |
| Baggersee 24.11.2008 / 0.00Uhr bis 26.11.2008 / 11.30 Uhr |
Ich wollte es noch einmal in diesem Jahr raus. Natürlich noch mal an den Baggersee, wo ich einen Ansitz zuvor so gut gefangen hatte. Der Wetterbericht verriet nichts Gutes. Vor

dem Ansitz noch schnell ein paar Boilies gedreht. Diesmal packte ich mein JRC STI Erektion 2 Mann Zelt ein. Es sollte sich als Fehler erweisen, da das innen Panel mit 4 Gage teilen ausgestattet ist, so das die Wärme der Heizung einfach so nach oben verschwinden konnte. Um Mitternacht waren die Ruten einsatzbereit. Ich bestückte meine Ruten mit unterschiedlichen Boilies. Meinen Top Favorit war der an der rechten Rute. Was mir nicht gefiel war die Windstille auf dem See. Ich legte mich erst mal hin. Auch an Morgen sah es nicht anders aus. Kein Wind aber es schneite. Ich trank einen Cappuccino nach dem anderen und beschloss meine Ruten nicht

neu zu bestücken. Die Nacht brach an und der Himmel klarte auf. Ich saß auf der Liege und schaute ab und zu mal zu den Ruten raus, die direkt vor dem Zelt postiert waren. Es war 19.30Uhr als wieder mal so ein Blick nach draußen ging. Der rechte Springer sprang an die Rute ohne das der Delkim nur einen Piep von sich gab. Ich zog mich an und ging der Sache nach. Die Rute krumm. Komisch. Ich setzte einen leichten Anhieb und merkte einen beachtlichen Widerstand. 15 Plus?!! Möglich. Über mir leuchteten die Sterne und die Temperatur war merklich im minus. Ich war nur froh das ich mir meine Neopren Handschuhe angezogen hatte. Ansonsten wären wahrscheinlich meine Hände erfroren, denn der Drill dauerte lange. Nach 20 Minuten lag der Karpfen endlich im Kescher. Auf dem Weg zur Abhakmatte merkte ich schon, dass es sich um einen vernünftigen Karpfen handeln musste. Länge 82cm, Gewicht 13,3kg. „Geil“, dachte ich mir. Ein schöner Karpfen. Ich sackte ihn erst mal, brachte den Köder wieder in Position und kontrollierte die Delkims. Dabei fiel mir auf, dass die Schnüre an die Delkims angefroren waren. Meine Schuld, denn ich hätte den Eröffnungsring vor den Bissanzeigern platzieren sollen. Die Sehnen waren wieder frei und ich kroch in den Schlafsack. Um 4.00Uhr ein Run auf der rechten Rute. Dieser Fisch brachte allerdings „nur“ 77cm mit und 9,3kg auf die Waage. Er ging umgehend ins nasse Element zurück. Die Rute wieder neu gemacht und wieder schlüpfte ich in meinen warmen Schlafsack. Schnee fiel zu Beginn des neuen Tages. Bis 14 Uhr passierte nichts. Mit meiner selbstgebauten Pumpball Fernbedienung machte ich meine ersten Aufnahmen vom 13,3kg

Fisch der letzten Nacht. Ganz ehrlich, damit bin ich noch nicht zufrieden. Aber da lasse ich mir bei den nächsten Ansitzen bestimmt noch was einfallen. Ich beschloss nun alle Ruten mit meinen Top Boilies zu bestücken. Dabei bemerkte ich einen dunklen Gegenstand rechts neben meiner Futterspur der urplötzlich dort aufgetaucht war. Was sollte das sein? Ich hoffte nur, dass es sich nicht um eine Boje des hier ansässigen Fischers handelte. Gegen Abend dann der erste Piep auf meiner linken Rute. Aber wahrscheinlich nur ein Schnur Schwimmer. Das war dann auch das letzte, für diesen Nacht, was ich von meinen Delkims zu hören bekommen sollte. Schon komisch. Einen Ansitz zuvor 12 Bisse und jetzt in der ersten Nacht 2 und in der zweiten keinen Fisch. War das schwarze da draußen vielleicht doch das Werk des Fischers? Um 10.30Uhr hörte ich einen Außenbordmotor. Als wenn ich es geahnt hätte. Ich zückte schon mal meine Jahreskarte und ging nach draußen. Es war der Fischer! Er schaute sich meine Karte an und meinte, dass er mich einen Tag zuvor nicht gesehen hätte. War ja auch kein Wunder, da ich komplett eingeschneit war. Dann fuhr er zu seiner Boje und begann mit dem Abfischen. Ich indes begann einzupacken, denn was wollte ich an einer Stelle wo der Fischer seiner Arbeit nachgeht. Die Karpfen sind jetzt eh vorsichtig. Aber wenigstens 2 Karpfen konnte ich vor dieser Aktion fangen. Ich hatte noch genügend Boilies übrig und beschloss noch einen Ansitz zu wagen. Diesmal aber an einem anderen Gewässer.
Euer Köcki
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