Minn Kota Endura 30
Ich werde oft von Karpfenanglern gefragt welchen Elektromotor ich ihnen empfehlen kann. Meine Antwort ist aber immer die Selbe, „Minn Kota Endura 30“. Warum das? Dieses gute Stück besitze ich nun schon seit einigen Jahren und konnte es rundum testen. Er hat mich nie im Stich gelassen und etwas negatives, solange ich auch nachdenke, fällt mir nicht ein. Bei meiner damaligen Kaufertscheidung hat mich auf jeden Fall der Preis geholfen. Nicht mal 180 Euro habe ich bezahlen müssen. Dieser Preis macht ihn wohl schon jetzt zum meist verkauften seiner Klasse und da Minn Kota uneingeschränkter Marktführer ist schieden Rhino und Co von vornherein aus. Was perfekt für den die Verwendung am Karpfenangler Boot spricht, ist die geringe Schaftlänge (nur 76cm). Dieser Vorteil wird gerade beim Transport im Auto oder bei der Benutzung im flach Wasser deutlich. Wie oft bin ich schon vom flach auslaufenden Ufern gestartet und konnte schon nach sehr kurzer Zeit den Motor komplett zu Wasser lassen. 91cm lang sind dort schon hinderlich, wie sie die anderen Motoren der Minn Kota Flotte besitzen. Ein weiterer Vorteil ist das Transportgewicht von nur 6,8kg. Er kann also von jedermann transportiert werden. Die „Cool Power“ Technik die bei Endura Modellen Standard ist sorgt dafür, dass nicht so viel Leistung in Form von Wärme entweicht. Das spart Energie und macht diesen Motor zum Ausdauerläufer. Er ist ideal geeignet um Boote bis 780kg anzutreiben. Da ich bei meinem Ungarnurlaub das Allroundmarin Schlauchboot mit 650kg beladen hatte, kann ich das nur bestätigen. Er ist trotz seiner kleinen Maße Kraftvoll. Die Pinne kann durch herausziehen bis 15cm verlängert werden, was bei einer mittleren Sitzposition in kleinen Booten von Vorteil ist. 8 Fahrstufen stehen zur Auswahl, davon 5 Vorwärts und 3 Rückwärts. Dreht man an der Pinne werden nur 8-30 Ampere aus der Batterie gezogen. Wenn die höchste Stufe eingelegt ist wird das Boot mit einem Schub von 13,6kp (30 lbs) Angetrieben. Eine Batterieanzeige ist nicht integriert. Finde ich zwar schade, aber man kann mit einem Batterieprüfer für Nachhilfe schaffen. Der ausgeklügelte Kippmechanismus kann auch mit einer Hand bedient werden. Die Motorhalterung ist so konzipiert, das er auch an breiteren Spiegeln sicheren halt findet. Sie ist 100% UV beständig und aus bruchsicherem Polyamid-Composit-Material. Um den Motor betreiben zu können ist eine 12 V Batterie erforderlich. Dabei ist es nicht wichtig ob Rundpole oder Flachpole zur Verfügung stehen. Die kraftvoll, bissigen Polklemmen des Motors passen sich jeder Gegebenheit an. Der Motor ist mit einem Composite-Schaft ausgestattet. Er ist kräftig genug um Vibrationen zu verhindern, aber gibt nach wenn man mal auf ein Hindernis treffen sollte, um dann wieder in die ursprüngliche Stellung zu gelangen. Und ich hatte damit auch in Ungarn so meine Erfahrung machen können. Ich stieß durch meine Unachtsamkeit auf eine Wurzel die unter der Wasseroberfläche verborgen war. Ich fuhr mit maximaler Geschwindigkeit. Es gab einen Knall als wenn der Schaft gebrochen wäre. Die Ungarischen Angler die nur 30 Meter entfernt saßen haben sich mindestens genau so doll erschrocken wie ich. Mit der plötzlichen Bodenberührung schaltete ich sofort den Motor aus. Nach einminütigem Schock klappte ich den Motor aus dem Wasser um den Schaden zu begutachten. Aber ich sah keinen Bruch, nichts war abgeplatzt und nicht mal einen Kratzer. Ich konnte die Fahrt anschließend ganz normal fortsetzen. Spätestens jetzt war ich mir sicher den richtigen Motor gekauft zu haben.
Euer Köcki | | ![]() | | ![]() |